[Projekt-Radar] Einsätze für Sat-Dosen / GIRA System 55 E2 Reinweiß seidenmatt

Jede Woche entstehen tolle Projekt von Besuchern und Mitgliedern des Fablab Paderborn. Umfangreiche Stories zu schreiben verschlingen Zeit die sinnvoller in laufende Projekte investiert werden können. Deshalb gibt es ab sofort ein neues Format „Projekt-Radar“, das kurze Schnipsel aus Projekten vorstellt, die diese Woche in unseren Räumlichkeiten bearbeitet wurden.

Du hast in einem Neubau das „Gira System 55 – E2 reinweiß seidenmatt“ Steckdosen- / Schalterprogramm verbaut und es sind keine Abdeckungen für „TV / UKW / Doppel-SAT“ Unterputzdosen im Katalog? Blöd…

Der Lieferant kann auch keine Abdeckungen in seidenmatt liefern. Der Katalog von Gira enthält nur Bauweisen in „reinweiß glänzend“. Versuche die glänzende Version matt zu lackieren klappen nicht. Was nun? Alles auf „reinweiß glänzend“ tauschen? Den ganzen Bau? Gibt es denn keine andere Möglichkeit? Mit einem Fablab in der Nähe, kein Problem.

Der Plan: Die lieferbaren „TV / UWK / SAT Abdeckungen“ – mit 3 Löchern – in seidenmatt mit zwei weiteren Löchern versehen.

Akt 1: Aufnehmen der Maße:

Ein 2D Scan der vorhandenen Bauteile liefert eine schnelle Möglichkeit vorhandene Teile zu bemaßen. Wir wollen das Loch-Muster der unteren beiden Anschlüsse von der mittleren Zentralplatte auf die linke Abdeckung übertragen.

Eine Test-Ausdruck liefert eine Plausibilitätsprüfung. Scheint zu passen. 🙂

Akt 2: Erzeugen des 3D-Modells:

Aus der 2D Zeichnung, der originalen Zentralplatte wird ein einfaches 3D-Objekt, dass später fürs CAM (Computer-aided manufacturing, dt. rechnerunterstützte Fertigung) benutzt wird.

Damit das originale Plastik-Teil passgenau auf die Fräse gespannt werden kann, wird eine kleine Vorrichtung gefertigt.

Akt 3: Auf die Fräse damit:

Fertig!

Habt Ihr Interesse etwas Ähnliches oder das Gleiche nachzubauen? Wir stehen Euch natürlich gerne beim OpenLab, jeden Freitag ab 18 Uhr, zur Seite. Sprecht uns auf einfach darauf an!

Ein neuer/größerer Lasercutter ist da.

Fast vier Jahre ist es her seitdem wir der „Der Lasercutter ist da!“ geschrieben haben. Der Lasercutter hat uns immer gute Dienste geleistet, aber wir waren immer durch die etwa DIN A4 große Arbeitsfläche und die Laserleistung etwas beschränkt.

Dank der Stiftung Anstiftung haben wir jetzt auf ein größeres Exemplar umgestellt:

Leistungsdaten:

  • Bearbeitungsfläche 50x70cm
  • Leistung 40W (Spitzenleistung 60W, aber da leidet dann die Laserröhre zu viel)
  • Z-Achse etwa 16cm

Standesgemäß war eines der ersten Dinge das Lasern des Fablab Logos:

Und als Bonus hier noch ein kleiner Korb mit dem neuen Laser geschnitten und per Hand zusammengebaut:

Unser alter Lasercutter, der uns Jahre gut gedient hat, werden wir an eine offene Werkstatt weitergeben. Damit der Laser noch einer weiteren Werkstatt hoffentlich ein paar Jahre dienen mag.

[Projekt-Radar] Pizza Schieber

Hier wieder ein kleines Projekt. Beim alten gekauften Pizzaschieber wurde versehentlich getestet, ob dieser ein Verweilen in dem Ofen beim Aufheizen auf 250° überlebt. Da die Antwort ist, das Holz wird schwarz, der Leim aufgibt und das Brett auseinander fällt, musste ein neues Brett her. Also schnell neues verleimtes Buchenholz beim Baumarkt besorgt, Fusion 360 Modell gebaut und eingespannt.

Leider war das vom Baumarkt gekaufte Brett zu dick, 18mm statt 10mm, also erstmal ein riesigen Haufen Holzspäne produziert und das Brett auf die passende Dicke reduziert. Ist aber nicht zu empfehlen und beim nächsten Projekt gibt es dann direkt die richtige Dicke.

Dann den Pizzaschneider aus dem Brett ausgeschnitten.

Und die Ränder noch mit einer Feile abgerundet und das ganze Brett mit Olivenöl eingerieben und das ist das Endergebnis:

Winterpause!

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Nicht vergessen: Wir machen unsere Winterpause! Am 4.2.2018 geht es mit dem Repair Cafe wieder los. Wir wünschen frohe Feiertage und einen guten Rutsch!

Kein Repair-Café am 1. Oktober 2017

Eigentlich hätte am 1.Oktober ja wieder unser beliebtes Repair-Café stattgefunden. Aus verschiedenen Gründen sind aber leider alle unsere Mitglieder verhindert, so dass die Veranstaltung leider ausfallen muss.

Urlaubszeit!

Am kommenden Freitag findet kein OpenLab statt!

Wie wir schon in der letzten Woche bemerkt haben sind viele von euch in den wohlverdienten Urlaub gezogen. Auch viele von uns verbringen einige Tage außerhalb von Paderborn, weswegen wir in dieser Woche kein OpenLab veranstalten.

Am 04.08.2017 geht es dann aber weiter! Wir freuen uns auf euch!

Unsere Erfahrungen mit Druckmaterialien von Material 4 Print

Update: Seit April 2017 verkaufen wir das Filament von Material4Print direkt bei uns im FabLab! 1.75, 2.85, PLA, ABS und PETG.
Natürlich zu den gleichen Preisen wie bei www.material4print.de


Schon seit Gründung der Paderborner Firma Material 4 Print GmbH & Co. KG (M4P) beziehen wir von diesen / ihnen Kunststoff-Filamente für den 3D-Druck. Dabei reichen die Einsatzzwecke von der (allen bekannten) Blumenvase, über nötige Ersatzteile bis zur Produktion von Klein- und Kleinstserien.

Im letzten Jahr haben wir das Team der jungen Firma kennengelernt und wurden in die Produktion eingeladen. Durch das Knowhow der Sprick Technologies, einer Firma die auf demselben Gelände residiert und sich u. A.  mit technisch höchstmöglicher Präzision an großen und kleinen Bauteilen beschäftigt, hat die M4P ein leichtes Spiel maßhaltige 3D-Druck Filamente herzustellen. Alle scheinen hoch motiviert zu sein und stehen zu 100% hinter ihrem Projekt. Und das Lokal in unserer Heimat in Paderborn.

Auch wir sind von der Qualität der Materialen so überzeugt, dass wir unsere Drucker vorrangig mit M4P-Material ausrüsten. Dazu gehören auch die Geräte die in unseren HNF-Workshops gebaut wurden und zu denen wir noch Kontakt haben. Probleme die auf das Druckmaterial zurückzuführen sind, sind stark zurückgegangen. Das führt zu einer hohen Prozesssicherheit und wenig Abfall. Nichts ist schlimmer als ein Fehler nach vielen Stunden druck.

Das Ganze lässt sich auch einfach Bildlich einfangen. In den zwei folgenden Bildern druckt einer unserer µDelta-Workshop-Drucker dasselbe Modell, mit denselben Druckeinstellungen bei der empfohlenen Drucktemperatur des Materials. Das rote Material ist von unserem alten Zulieferer, das gelbe Material von M4P. Bei beiden Varianten handelt es sich um ein normales PLA. Zwischen den beiden Drucken liegt nur der Tausch der Rolle.

Wir hatten auch bei anderen Herstellern Probleme mit unterschiedlichen Druckergebnissen beim Wechsel der Farbe, sogar in derselben Produktreihe. Das ist mit dem Wechsel auf M4P-Material ausgeblieben.

Neben den normalen PLA und ABS Materialien, gibt es bei M4P auch ASA, PMMA und PETG Filamente in der Produktpalette. Die letzten drei Materialien kommen im normalen Stammtisch-Gebrauch selten vor, sind aber für technische Anwendungen hochgradig brauchbar. Deswegen leisten wir uns hier mal die vereinfachte, nicht unbedingt vollständige, Kurzeinführung.

ASA Filament ist ein sehr schlagzähes Material mit ähnlichen Eigenschaften wie ABS Filament. Es hat eine höhere Hitze-Formbeständigkeit, ist sehr resistent gehen viele Chemikalien und wetterbeständig. PMMA ist ein Kunststoff, der manchen als Acrylglas oder Plexiglas bekannt sein könnte. Es besitzt eine höhere Schlagfestigkeit gegenüber normalem Glas, besitzt eine hohe Härte und Steifigkeit. PETG ist sehr widerstandfähig, verfügt über optimale mechanische Eigenschaften durch eine enorm hohe Layerhaftung und ist zudem schwer entflammbar. Dabei schrumpft das Material schrumpft nur ca 0.5 % beim Abkühlen.

Noch interessanter ist ein Material das sich gerade im Prozess der Produktreifung befindet. Es handelt sich um ein verzugsfreies ABS Filament (Youtube Video) das auch sehr große Bauteile ohne Verzug druckbar macht. Darauf sind wir schon mehr als gespannt.

Neben den normalen Wald-und-Wiesen-Farben die jeder Filament-Hersteller produziert, gibt es bei M4P auch Sonderfarben – guckt einfach mal im Shop – und Gypsi-Rollen. Letztere sind Materialrollen die über die Länge die Farbe wechseln. Sie entstehen beim Produktwechsel zwischen verschiedenen Einfärbungen des Materials. Wir hatten für eine Veranstaltung mal eine Rolle „Glitzer Rot nach Silber“. Ein toller Eye-Catcher. 🙂

Wer also das Material mal auf seinem eigenen Drucker ausprobieren möchte, kann gerne zum OpenLab oder Repaircafe vorbeikommen, mit uns über Druckmaterialien fachsimpeln und sich eine Probe mitnehmen. Wir freuen uns über die Ergebnisse.

Wer noch mehr zu dem Material lesen will, kann auf die folgenden Links klicken und sich selber ein Bild machen:

Spendenaufruf – Jahresmiete

Liebe Freunde und Förderer,

 

auch in diesem Jahr wollen wir wieder dazu aufrufen bei der Finanzierung des Labs zu helfen. Im letzten Jahr haben wir zwar nicht die komplette Jahresmiete erzielen können, in jedem Fall haben uns die zahlreichen Spenden aber massiv geholfen, weshalb wir uns an dieser Stelle auch nochmals herzlich bedanken wollen!

Wie auch schon im letzten Jahr sammeln wir den Aufruf zusammen mit betterplace.

Immer bedenken: Unsere Spenden sind Abzugsfähig 😉

 

Winterpause!

adventsbeleuchtung3

Nicht vergessen: Wir machen unsere Winterpause! Am 4.2.2017 geht es mit dem OpenLab wieder los. Wir wünschen frohe Feiertage und einen guten Rutsch!

Raumheizung

Kurz vor der Winterpause haben wir endlich eine brauchbare Lösung für das Heizproblem: 22kW Diesel – mit Unterstützung der Stiftung Anstiftung

Heizung

Damit wird übermorgen, 4. Dezember, das für dieses Jahr letzte Repair Café (unsere letzte Veranstaltung für dieses Jahr) etwas gemütlicher werden als bei der Witterung sonst befürchtet.