Wenn das Telefon plötzlich mit KI spricht

Ein altes Tischtelefon, ein bisschen Elektronik, viel Neugier – und plötzlich entsteht daraus ein interaktives Objekt, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet. Im FabLab Paderborn wurde aus einer ungewöhnlichen Idee ein spannendes Maker-Projekt: ein KI-Telefon.

Manchmal beginnt ein gutes Projekt mit einer einfachen Frage: Was wäre, wenn man alte Technik nicht weglegt, sondern ihr ein zweites Leben gibt? Genau daraus entstand im FabLab Paderborn die Idee, ein klassisches Tischtelefon mit moderner Technik und künstlicher Intelligenz zu verbinden.

Inspiriert wurde das Projekt grob durch einen Make:-Beitrag, in dem ein altes Telefon mithilfe eines Raspberry Pi und KI-Funktionen neu gedacht wird. Im FabLab ging es aber nicht darum, eine Anleitung einfach nachzubauen. Viel spannender war die Frage: Was können wir daraus machen? Wie fühlt es sich an, wenn ein vertrauter Gegenstand plötzlich auf eine ganz neue Weise reagiert?

Alte Technik, neue Möglichkeiten

Ein Tischtelefon ist ein Objekt, das viele sofort wiedererkennen: Hörer abnehmen, Wählscheibe drehen, Gespräch beginnen. Genau dieser vertraute Ablauf macht das KI-Telefon so reizvoll. Von außen wirkt es zunächst wie ein Stück Technikgeschichte – im Inneren steckt jedoch moderne Elektronik, Software und eine Verbindung zu KI.

So entsteht ein spannender Kontrast: analoges Design trifft digitale Intelligenz. Das Telefon wird nicht einfach repariert oder dekoriert, sondern neu interpretiert. Es wird zu einem Objekt, mit dem man experimentieren, sprechen und staunen kann.

Vom Einfall zum echten Projekt

Solche Projekte zeigen besonders gut, wofür das FabLab Paderborn steht: Ideen werden nicht nur besprochen, sondern ausprobiert. Aus einer ersten Skizze wird ein Aufbau auf dem Tisch. Aus einzelnen Bauteilen wird eine Schaltung. Aus Codezeilen wird ein Verhalten, das man hören, testen und verbessern kann.

Beim KI-Telefon kamen verschiedene Fähigkeiten zusammen: Gehäuse öffnen, Bauteile verstehen, Kabel verbinden, löten, programmieren, testen, umbauen und gestalten. Dabei geht es nicht darum, alles von Anfang an perfekt zu können. Gerade das gemeinsame Ausprobieren macht den Reiz aus. Man lernt Schritt für Schritt – oft auch durch kleine Fehler, unerwartete Lösungen und den Austausch mit anderen.

Technik zum Anfassen

Künstliche Intelligenz wirkt oft abstrakt: ein Chatfenster, ein Server, eine App. Das KI-Telefon macht sie greifbar. Plötzlich steckt KI nicht mehr nur in einem Bildschirm, sondern in einem Gegenstand, den man anfassen und benutzen kann. Man nimmt den Hörer ab – und das Objekt reagiert.

Genau solche Projekte helfen dabei, Technik besser zu verstehen. Was passiert, wenn ein alter Schalter ein digitales Signal auslöst? Wie kommt Sprache in einen kleinen Computer? Wie kann Software mit Hardware zusammenarbeiten? Im FabLab können solche Fragen praktisch erforscht werden – nicht als trockene Theorie, sondern direkt am Objekt.

Kreativität entsteht im Austausch

Das KI-Telefon ist nicht nur ein technisches Projekt. Es ist auch ein kreatives Experiment. Wie soll das Telefon reagieren? Welche Rolle spielt die Wählscheibe? Soll es humorvoll sein, informativ, überraschend oder eher schlicht? Schon diese Fragen zeigen: Maker-Projekte verbinden Technik mit Gestaltung.

Im FabLab treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Manche bringen Erfahrung mit Elektronik mit, andere haben Ideen für Design, Sprache, Interaktion oder Nutzungsszenarien. Aus diesem Austausch entstehen Projekte, die allein vielleicht nie so gewachsen wären.

Ein Beispiel dafür, was möglich ist

Das KI-Telefon steht stellvertretend für viele Projekte, die im FabLab Paderborn entstehen können. Es zeigt, dass man mit Neugier, Werkzeugen und Unterstützung ungewöhnliche Ideen umsetzen kann – auch dann, wenn sie am Anfang ein bisschen verrückt klingen.

Ob alte Geräte neu genutzt, eigene Gehäuse gebaut, Sensoren ausprobiert, Mikrocontroller programmiert oder Prototypen entwickelt werden: Im FabLab gibt es Raum zum Machen. Hier darf getestet, verbessert, verworfen und neu gedacht werden.

Die angepasste Firmware findet sich auf https://github.com/queaker/KI-Telefon

Komm vorbei und bring deine Idee mit

Das KI-Telefon zeigt: Aus einer ungewöhnlichen Idee kann ein reales, funktionierendes und faszinierendes Projekt werden. Man braucht dafür nicht unbedingt fertige Antworten – oft reicht der erste Impuls, etwas ausprobieren zu wollen.

Wer Lust hat, eigene Ideen umzusetzen, Technik besser zu verstehen oder gemeinsam mit anderen zu tüfteln, ist im FabLab Paderborn genau richtig. Komm vorbei, bring eine Idee mit – oder lass dich vor Ort inspirieren. Vielleicht steht auf dem nächsten Werktisch schon dein Projekt.

Hinweis: OpenLab / Repair Cafe ausgesetzt.

Wichtiger Hinweis für alle Gäste!

Um die Infektionskette des Coronavirus weiter einzudämmen, stellen wir den öffentlichen Betrieb des Fablab – dazu gehören das OpenLab und das Repair Cafe – bis zum Ende der Osterferien (19.4.) ein bis auf Weiteres ein.

Vereinsmitgliedern ist natürlich der Besuch des Fablab zu jedem Zeitpunkt möglich.

Über eine mögliche Verlängerung dieser Maßnahme könnt ihr euch auf der Webseite

https://fablab-paderborn.de/2020/03/coronavirus/

informieren.

Kurzes Update (18.5.2020): Momentan ist nicht absehbar, wann das Fablab wieder öffnen darf nach den aktuell geltenden und angekündigten Regeln. Wenn es die Regelungen zulassen werden wir dann die Lage nochmal für uns selbst bewerten und ob wir als Verein/Mitglieder öffentliche Termine anbieten.

Bild: Centers for Disease Control and Prevention’s Public Health Image Library (PHIL)

[Projekt-Radar] Einsätze für Sat-Dosen / GIRA System 55 E2 Reinweiß seidenmatt

Jede Woche entstehen tolle Projekt von Besuchern und Mitgliedern des Fablab Paderborn. Umfangreiche Stories zu schreiben verschlingen Zeit die sinnvoller in laufende Projekte investiert werden können. Deshalb gibt es ab sofort ein neues Format „Projekt-Radar“, das kurze Schnipsel aus Projekten vorstellt, die diese Woche in unseren Räumlichkeiten bearbeitet wurden.

Du hast in einem Neubau das „Gira System 55 – E2 reinweiß seidenmatt“ Steckdosen- / Schalterprogramm verbaut und es sind keine Abdeckungen für „TV / UKW / Doppel-SAT“ Unterputzdosen im Katalog? Blöd…

Der Lieferant kann auch keine Abdeckungen in seidenmatt liefern. Der Katalog von Gira enthält nur Bauweisen in „reinweiß glänzend“. Versuche die glänzende Version matt zu lackieren klappen nicht. Was nun? Alles auf „reinweiß glänzend“ tauschen? Den ganzen Bau? Gibt es denn keine andere Möglichkeit? Mit einem Fablab in der Nähe, kein Problem.

Der Plan: Die lieferbaren „TV / UWK / SAT Abdeckungen“ – mit 3 Löchern – in seidenmatt mit zwei weiteren Löchern versehen.

Akt 1: Aufnehmen der Maße:

Ein 2D Scan der vorhandenen Bauteile liefert eine schnelle Möglichkeit vorhandene Teile zu bemaßen. Wir wollen das Loch-Muster der unteren beiden Anschlüsse von der mittleren Zentralplatte auf die linke Abdeckung übertragen.

Eine Test-Ausdruck liefert eine Plausibilitätsprüfung. Scheint zu passen. 🙂

Akt 2: Erzeugen des 3D-Modells:

Aus der 2D Zeichnung, der originalen Zentralplatte wird ein einfaches 3D-Objekt, dass später fürs CAM (Computer-aided manufacturing, dt. rechnerunterstützte Fertigung) benutzt wird.

Damit das originale Plastik-Teil passgenau auf die Fräse gespannt werden kann, wird eine kleine Vorrichtung gefertigt.

Akt 3: Auf die Fräse damit:

Fertig!

Habt Ihr Interesse etwas Ähnliches oder das Gleiche nachzubauen? Wir stehen Euch natürlich gerne beim OpenLab, jeden Freitag ab 18 Uhr, zur Seite. Sprecht uns auf einfach darauf an!

Unsere Erfahrungen mit Druckmaterialien von Material 4 Print

Update: Seit April 2017 verkaufen wir das Filament von Material4Print direkt bei uns im FabLab! 1.75, 2.85, PLA, ABS und PETG.
Natürlich zu den gleichen Preisen wie bei www.material4print.de


Schon seit Gründung der Paderborner Firma Material 4 Print GmbH & Co. KG (M4P) beziehen wir von diesen / ihnen Kunststoff-Filamente für den 3D-Druck. Dabei reichen die Einsatzzwecke von der (allen bekannten) Blumenvase, über nötige Ersatzteile bis zur Produktion von Klein- und Kleinstserien.

Im letzten Jahr haben wir das Team der jungen Firma kennengelernt und wurden in die Produktion eingeladen. Durch das Knowhow der Sprick Technologies, einer Firma die auf demselben Gelände residiert und sich u. A.  mit technisch höchstmöglicher Präzision an großen und kleinen Bauteilen beschäftigt, hat die M4P ein leichtes Spiel maßhaltige 3D-Druck Filamente herzustellen. Alle scheinen hoch motiviert zu sein und stehen zu 100% hinter ihrem Projekt. Und das Lokal in unserer Heimat in Paderborn.

Auch wir sind von der Qualität der Materialen so überzeugt, dass wir unsere Drucker vorrangig mit M4P-Material ausrüsten. Dazu gehören auch die Geräte die in unseren HNF-Workshops gebaut wurden und zu denen wir noch Kontakt haben. Probleme die auf das Druckmaterial zurückzuführen sind, sind stark zurückgegangen. Das führt zu einer hohen Prozesssicherheit und wenig Abfall. Nichts ist schlimmer als ein Fehler nach vielen Stunden druck.

Das Ganze lässt sich auch einfach Bildlich einfangen. In den zwei folgenden Bildern druckt einer unserer µDelta-Workshop-Drucker dasselbe Modell, mit denselben Druckeinstellungen bei der empfohlenen Drucktemperatur des Materials. Das rote Material ist von unserem alten Zulieferer, das gelbe Material von M4P. Bei beiden Varianten handelt es sich um ein normales PLA. Zwischen den beiden Drucken liegt nur der Tausch der Rolle.

Wir hatten auch bei anderen Herstellern Probleme mit unterschiedlichen Druckergebnissen beim Wechsel der Farbe, sogar in derselben Produktreihe. Das ist mit dem Wechsel auf M4P-Material ausgeblieben.

Neben den normalen PLA und ABS Materialien, gibt es bei M4P auch ASA, PMMA und PETG Filamente in der Produktpalette. Die letzten drei Materialien kommen im normalen Stammtisch-Gebrauch selten vor, sind aber für technische Anwendungen hochgradig brauchbar. Deswegen leisten wir uns hier mal die vereinfachte, nicht unbedingt vollständige, Kurzeinführung.

ASA Filament ist ein sehr schlagzähes Material mit ähnlichen Eigenschaften wie ABS Filament. Es hat eine höhere Hitze-Formbeständigkeit, ist sehr resistent gehen viele Chemikalien und wetterbeständig. PMMA ist ein Kunststoff, der manchen als Acrylglas oder Plexiglas bekannt sein könnte. Es besitzt eine höhere Schlagfestigkeit gegenüber normalem Glas, besitzt eine hohe Härte und Steifigkeit. PETG ist sehr widerstandfähig, verfügt über optimale mechanische Eigenschaften durch eine enorm hohe Layerhaftung und ist zudem schwer entflammbar. Dabei schrumpft das Material schrumpft nur ca 0.5 % beim Abkühlen.

Noch interessanter ist ein Material das sich gerade im Prozess der Produktreifung befindet. Es handelt sich um ein verzugsfreies ABS Filament (Youtube Video) das auch sehr große Bauteile ohne Verzug druckbar macht. Darauf sind wir schon mehr als gespannt.

Neben den normalen Wald-und-Wiesen-Farben die jeder Filament-Hersteller produziert, gibt es bei M4P auch Sonderfarben – guckt einfach mal im Shop – und Gypsi-Rollen. Letztere sind Materialrollen die über die Länge die Farbe wechseln. Sie entstehen beim Produktwechsel zwischen verschiedenen Einfärbungen des Materials. Wir hatten für eine Veranstaltung mal eine Rolle „Glitzer Rot nach Silber“. Ein toller Eye-Catcher. 🙂

Wer also das Material mal auf seinem eigenen Drucker ausprobieren möchte, kann gerne zum OpenLab oder Repaircafe vorbeikommen, mit uns über Druckmaterialien fachsimpeln und sich eine Probe mitnehmen. Wir freuen uns über die Ergebnisse.

Wer noch mehr zu dem Material lesen will, kann auf die folgenden Links klicken und sich selber ein Bild machen:

[Projekt-Radar++] Webradio

Die alte Stereoanlage aus den 90ern ging immer mehr kaputt. Erst sprangen die CD`s, selbstgebrannte hat er noch nie abgespielt und MP3- CD`s schon gar nicht. Dann brannte eine Endstufe durch und es knisterte nur noch auf einem Kanal. Eigentlich konnte man nur noch Radio in Mono hören. Um es kurz zu machen, es war Zeit für was Neues. Die Anforderungen an das neue Gerät, festgelegt durch meine Frau, waren folgende: Webradio um auch internationale Musiksender zu hören, CD- Wiedergabe, MP3-Wiedergabe von Speicherkarten und Musikwiedergabe über Bluetooth vom Handy oder Tablet. Die Recherche im Internet war ernüchternd. Die Geräte in meiner Preisvorstellung erfüllten nicht alle Anforderungen und es gab maximal ein 2- Zeilen Display. Also blieb nur der Selbstbau. So erweiterte ich die Anforderungen gleich noch um kabellose Musikwiedergabe vom NAS und, weil knapp 2.000 Dateien auch verwaltet werden wollen, um ein 7“ Touchdisplay. Herzstück des ganzen sollte ein Raspberry Pi werden. Hierfür gibt es bereits für Mediaplayer optimierte Betriebssysteme. Nun kam die Frage welches Gehäuse soll ich nehmen. Es gibt viele Mediaplayergehäuse aber die meisten sind hässlich oder sauteuer. Auch hier wieder die Recherche im Netz. Ich kam ziemlich schnell zu diesem Video. Die Idee, ein altes Radiogehäuse zu verwenden und die neue Technik einzubauen, fand ich super. Dann ging es los mit der Suche nach einem passenden Gehäuse. Ein Freund schenkte mir dann eines seiner alten Radios. Es funktionierte nicht mehr und war auch schon teilweise beschädigt. Die Form des Gehäuses fand ich aber sehr schön und darauf kam es ja an.
Ich möchte hier nun ein paar Bilder zeigen und manche auch kurz beschreiben.

Das Ausgangsradio, ein Imperial Achmed 406 (J406W Stereo) , Baujahr 1956 / 57

01

Als erstes fing ich an das Radio zu entkernen und alles vom Gehäuse abzubauen. Eine Idee war die Tastatur weiter zu verwenden. Diese wurde aber im Laufe des Umbaus wieder verworfen.

02 03
Nachdem ich das Gehäuse soweit hatte, musste ich 2 Keile an die Seiten und anstatt der Tasten ein Stück Holz einleimen. Die Keile waren notwendig damit der Schnittpunkt der beiden Kanten etwas weiter nach oben kommt und somit das Display und das DVD- Laufwerk reinpassen.

04 05
Dann ging es ans schönmachen des Gehäuses. Der alte Schelllack wurde mithilfe eines Stech-beitels, welches ich als Ziehklinge verwendete komplett entfernt. Wat ne Sauarbeit.

06 07
Da das Radiogehäuse nur Furniert ist, war schleifen von Hand angesagt. Die Hohlkehle oben wurde mit Autospachtel ausgebessert.

08
Dann wurde alles was nicht schwarz werden sollte abgeklebt und der Rest lackiert.

09 10
Dann, nach gutem durchtrocknen, wurde das bereits lackierte abgeklebt und das Gehäuse in 4 Durchgängen patiniert (Lack mit Beize gemischt). Erster Durchgang nur mit Klarlack, dann zwischen-schleifen. Die Durchgänge 2-4 wurden mit viel Luft und wenig Material durchgeführt. Dabei wird das Gehäuse immer dunkler. Hier heißt es aufpassen, heller wird’s nicht mehr ;o)

11
Dann ging es an den Innenausbau und den Einbau der Technik. Hier ein paar Bilder ohne Kommentar.

12 13
14 15
16 17
18
Eine neue Rückwand hab ich auch noch gefräst. Die alte war nicht mehr schön. In der Rückwand ist der Ein / Aus- Schalter, eine Kaltgerätebuchse und Anschlüsse für externe Boxen integriert. Ich habe noch einen Umschalter in die linke Lautsprecher Anschlussbox eingebaut. Damit kann man zwischen den internen und externen Lautsprechern umschalten. Diese werden auch hauptsächlich verwendet da sie viel besser klingen wie die Autolautsprecher.

19
20
 

Die verwendeten Teile für das Webradio sind:

Und hier das fertige Radio. Ich habe noch originalen alten Radiostoff besorgt und auf geklebt. Auch die goldenen Streifen gibt es als dünne Aufkleber zu kaufen. Man muss sie nur noch zurechtschneiden und aufkleben.

21
Als Betriebssystem verwende ich KODI.

22

[Projekt-Radar] Aufarbeitung Petroleum/Benzin-Starklichtlampe von 1959

Neben Bastelprojekten und Prototypenentwicklungen beschäftigen sich Mitglieder im Fablab auch mit Aufarbeitungen und Renovierungen.

Diesmal wurde eine alte Petromax Starklichtlampe HK500/829b aus dem Baujahr 5/1959 runderneuert. Als ungepflegtes „Dachboden-Überbleibsel“ mit dem Gefahrenhinweis „Funktion nicht geprüft!!! Kenne mich nicht damit aus. Verkauft als Defekt!“ erworben. Ein Quell an abendlicher Beschäftigung und fachlichem Diskurs.

Aussen1 Aussen4

Kiste innen

Eine komplette Demontage stand an, um zu gucken welche Teile getauscht werden müssen. Alle blanken Messingteile wurden gereinigt und aufpoliert. Dichtungen waren verschlissen und mussten getauscht werden. Der Vergaser war verdreckt und musste komplett gereinigt werden. Alle Düsen und Vergasernadeln waren korrodiert und verschlissen. Der Tank wurde von Dreck und Rückständen der letzten Jahrzehnte gereinigt. Das zerbrochene Glas wurde getauscht.

Aufgearbeitet 1

Nach 5 Abenden lief die Lampe wieder wie am Auslieferungstag.

Aufgearbeitet 2 Aufgearbeitet 5 Kopie

Getreu unserem Motto „make almost everything“.

Habt Ihr Interesse etwas Ähnliches oder das Gleiche nachzubauen? Wir stehen Euch natürlich gerne beim OpenLab, jeden Freitag ab 18 Uhr, zur Seite. Sprecht uns auf einfach darauf an!

Was ist das Projekt-Radar? Jede Woche entstehen tolle Projekt von Besuchern und Mitgliedern des Fablab Paderborn. Umfangreiche Stories zu schreiben verschlingt Zeit die sinnvoller in laufende Projekte investiert werden können. Deshalb gibt es ab sofort ein neues Format „Projekt-Radar“, das kurze Schnipsel aus Projekten vorstellt, die diese Woche in unseren Räumlichkeiten bearbeitet wurden.